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Unfall -> Kangoo Totalschaden. Und nun? (Plauderei)

minimalist2, (vor 1 Tag, 9 Stunden, 50 Min.)

Schlechte Nachrichten: Es gibt einen weniger. Mein Zeitkapsel-Kangoo (G1PH2, BJ 2005. 1,2 16V) ist hin. Ein Trottel ist mit ordentlich Geschwindigkeit hinten in den geparkten Kangoo gedonnert mit dem Effekt dass aus dem Känguruh eine Banane wurde. Da ist nix mehr zu wollen.

Die Frage ist: Was nun tun?

Ich mochte die kleine Rappelkiste sehr, sie war trotz ihrer 21 Jahre in exzellentem Zustand und hatte gerade mal 63.000km gelaufen. Mir ist sie innerfamiliär zugelaufen und ist sozusagen in 1. Hand. Aber nun halt leider Geschichte. Ich hatte ihn nun knapp vier Jahre und bin in dieser Zeit gut 12.000km gefahren, also gerade mal 3.000km im Jahr im Schnitt. Drum war der Kangoo auch so toll, da minimale Unterhaltskosten, sehr zuverlässig, enorm praktisch und wenn nach einigem Monaten Stillstand die Batterie alle war war das mit einem kleinen Boosterkästchen, das immer im Auto lag, kein Problem. Ausserdem fand ich die frugale Art der Fortbewegung durchaus charmant und was nicht dran ist kann auch nicht kaputt gehen.


Einsatzzwecke gab es drei:

1. Wenn es was sperriges zu transportieren gab (selten)
2. Wenn es eine weitere Strecke (mehrere 100km) zu fahren gab mit viel Gepäck (ergo nicht per Bahn), das nahm im letzten Jahr etwas zu und wird wohl auch so bleiben.
3. Kürzere Reisen oder Wochenendtrips mit Übernachtung im Auto (regelmässig diverse male pro Jahr)

Im Alltag brauche ich normalerweise kein Auto, da geht nahzu alles mit dem Rad oder per ÖPNV. Unterm Strich hat sich der Kangoo trotz geringer Nutzung finanziell gerechnet durch gesparte Bahntickets, Miewagenkosten und Hotelübernachtungen und er war ein sehr nützlicher und angenehmer kleiner Luxus für wenig Geld.

Also erste Frage: Will ich wieder ein Auto?

Noch nicht ganz klar, aber die Tendenz geht klar zu "ja".

Zweite Frage: Was für eins? Wieder einen Kangoo?

Auch hier noch unklar, aber ein Kangoo ist eindeutig eine Option. Zum einen, weil ich mit dem Auto, seinen Eigenschaften, den kompakten Abmessungen und dem Konzept super zufrieden war, zum anderen, weil ich für den Kangoo einen kleinen custom Wohnmobilausbau habe, der dafür massgeschneidert ist und den Unfall überstanden hat. Ausserdem ist in den letzten vier Jahren ein bisschen Zubehör dazu gekommen, dass halt auf den Kangoo G1 hin ausgewählt wurde. Ein Kangoo oder ähnlicher Wagen steht also auf der Liste. Zumal da auch die Preislage passt.
Laut erster Einschätzung des Gutachters bekomme ich zwischen 3.000 und 4.000€ vom Unfallgegner mit der Tendenz zum höheren Wert. Mehr will ich für ein neues Auto auch nicht ausgeben und da wird die Luft dünn, wenn man keine komplett runtergerittene Gurke haben will und sowohl Zuverlässigkeit wie auch sehr niedrige Unterhaltskosten wie auch große Transportkapazität incl. halbwegs komfortable Übernachtungsmöglichkeit gefragt sind.

Problem: Die meisten G1 Kangoos haben sehr viele km runter. Eine Überlegung: Da bei meinem zwar die Karosse Matsch ist, der Rest aber nicht wäre es prinzipiell durchaus eine Option, einen mit Motorschaden zu kaufen, bei dem die Karosse gut ist, und den ganzen Schmonzes aus meinem umbauen zu lassen, zu Not alles ausser der Karosse. Ist sowas realistisch wer macht sowas in oder um Berlin und was kostet das? Einen 95PS Kangoo mit Getriebeschaden und ansonsten bis auf ein Radlager brauchbar laut Anbieter habe ich für 700€ Angebotspreis gesichtet - wäre sowas eine Basis? Der hätte sogar Alus, Dachreling und Sitzheizung :-D

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=449906754

Ich möchte mir halt möglichst wenig Aufwand antun. Also wäre auch ohne Umbau ein anderer G1 eine Option. Die größten (und eigentlich einzigen) Nacheile des Kangoo würde ich dann zwar nicht los:
• fürchterliche Vordersitze auf Langstrecke
• kein Tempomat
• fehlende Mittelarmlehne (zumindest bei meinem)
• schon bei Tempo 100 ganz schön laut
• mit dem 75PS Maschinchen kein Tempramentbündel und mit 7l/100km bei 100-120km/h auf der Autobahn auch nicht supersparsam

Damit könnte ich aber durchaus weiterhin leben, bei Gebrauchtkauf kämen aber ja prinzipiell auch die 95PS Maschine (mehr Power :-) ) oder der 84PS Diesel (sparsamer) in Frage. Beim Diesel fragt sich aber, ob das steuerlich und Unterhaltstechnisch nicht ein Schuss in's Knie wäre. Zumal realistisch die Laufleistungen der Gebrauchten eher bei 150.000-225.000km liegen. Gibt es da Erfahrungswerte bzw. bezüglich der Motoren bekannte teuere Probleme?

-> Fortsetzung im nächsten Post wegen Längenbeschränkung ->

-> Fortsetzung: Unfall -> Kangoo Totalschaden. Und nun?

minimalist2, (vor 1 Tag, 9 Stunden, 50 Min.) @ minimalist2

-> Forsetzung


Exemplarisch gäbe es z.B. sowas:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=440780720
(sitzpolstern und Kofferraum nach hatte der aber kein lustiges Leben bisher)

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=450805748

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=448835567

Irgendwo auf dem Land sind die Autos in der Regel weniger malträtiert, in besserem Zustand und oft auch noch billiger - bloss muss man da erst mal hinkommen und für hunderte km Anreise für eine Besichtigung, die dann Ungewisses bringt, habe ich keine Zeit.

Ansonsten: Welche Alternativen fallen Euch denn so ein? Über 200.000km hätte ich ungern, tickende Zeitbomben in Sachen Motorhaltbarkeit ebenfalls nicht. Klimaanlage ist ein Muss. Die Suche auf den einschlägigen Portalen fiel eher ernüchternd aus bisher. Geschaut hatte ich u.a. nach:

- Citroen Berlingo und Jumpy
- Ford Transit Connect
- VW Caddy
- Dacia Dokker
- Neuere Kangoos (G2/G3)
- Renault Traffic

Was ich in der Preislage bis 5.000€ inseriert fand waren entweder komplett runtergerockte Handwerkerkisten, Autos mit grossflächiger Verbeulung oder mit Unfall- oder Motor-/Getriebschäden oder epischen Laufleistungen - oder eine beliebige Kombination davon.

Sitze oder Fenster hinten brauche ich nicht, habe aber auch nix dagegen. Klima (manuell reicht) ist ein Muss, Tempomat wäre nice to have, mindestens so viel Leistung wie der 1,2 16V nötig, mehr auch wieder nice to have. Ein bisschen längere Ladefläche als im Kangoo wäre willkommen, weil man dann beim Bettenbau nicht die Vordersitze umbauen muss, Kangoo Maxi, Caddy Maxi und Transit Connect L2 sind aber selten und meist entweder abgerockt oder teuer - und zudem von den Aussenabmessungen schon wieder ziemlich gross (schlecht bei der Parkplatzsuche) und teurer als die jeweiligen kurzen.

Versicherungseinstufung ist nicht das grosse Drama, ich fahre seit jeher Schadensfrei, entsprechend hoch ist die Rabattstufe. Steuer wäre beim Diesel relevant, da könnte ich aber mit LKW Zulassung leben (Gewichtsbesteuerung, wenn das immer noch so ist bzw. auch bei den kleinen Kisten so ist).

Alternativ könnte ich vermutlich auch mit einem normalen Kombi leben, hätte Vorteile beim Fahrkomfort, das Übernachten würde aber eher zur Notoption. Da fiele mir Skoda Octavia ein, evtl. Ford Mondeo oder gar z.B. ein Saab 9.5. Da gibt es aber sicherlich viele Optionen.

Klar ist: Für mein Budget (3.000 - max 4,000€ plus max. 1.000€ Reparaturreserve) werde ich wohl Abstriche machen müssen. Im Zuge von "billiges und zuverlässiges Minimalauto mit Miniunterhaltskosten" würde mir auch der Drilling Toyota Aygo/Citroen C1/Peugeot 108 der ersten Generation einfallen, Autbahn ist damit aber wohl eher suboptimal und Transportieren oder gar Übernachten kann man ganz vergessen. Ab davon aber wohl keine schlechte Wahl.

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Ideen....

PS: Musste mich neu registrieren, da mein voriger Account nicht mehr funktionierte (trotz Passwortmanager) und auch die zugehörige Mailadresse zwecks Passwortreset dem Forum unbekannt war. Wird hier regelmässig bei den Accounts ausgemistet? Meine damalige Vorstellung unter dem alten Nick ist hier zu finden:

https://forum.mykangoo.de/index.php?id=323791

-> Fortsetzung: Unfall -> Kangoo Totalschaden. Und nun?

solarplexus, (vor 1 Tag, 3 Stunden, 21 Min.) @ minimalist2

Ich habe mal auf facebook eine Gruppe "mincamper" gesehen, in denen auch die genannten Minis

/Citroen C1/Peugeot 108 gezeigt wurden. Ob das 1,60m - Menschen waren oder die sich einrollen mussten, weiß ich aber nicht mehr.

Grundsätzlich: Kannst du einen Umbau von Motor + Getriebe selbst stemmen oder brauchst du dafür eine Werkstatt? Frag sonst mal nach einem KV für sowas.

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Ideen....


Ich würde versuchen, bei kangoo g1 zu bleiben, Ersatzteile sind billig und die Macken sind wohlbekannt. Ich bin ihn aber auch schon sechsstellig gefahren.

Ehe du ihn verschrottest, hätte ich gern noch ein paar Teile daraus. Wenn ich richtig sehe, hast du die Benachrichtigungen nicht aktiviert.

VG

--
G1P2 1,2 16V EZ 2005

-> Fortsetzung: Unfall -> Kangoo Totalschaden. Und nun?

kopski, (vor 8 Stunden, 29 Minuten) @ minimalist2

Hallo, interessanter Bericht und Überlegungen.
Ich hatte mich auch nach Totalschaden wieder für einen baugleichen Kangoo entschieden. So konnte ich die besseren Reifen, Flugzeugboxen und anderen Kram weiterverwenden. Hatte aber auch den Dacia Logen MCV I gen.
im Auge. Bewährte Renault Technik und ähnlich spartanisches Flair mit sehr hohem Nutzwert. Fahren etliche von den Dingern in meiner Gegend rum…Mit dem Kilometerstand würde ich mich nicht irre machen, die Laufleistung ist halt bei dem niedrigen Preisrahmen= Fahrzeugalter einfach gegeben.
Pluspunkt: Oft sind dann Fahrwerkteile und andere Verschleißteile schon getauscht worden weil sie ihren Lebenzyklus schon rum hatten.

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