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So habe ich das Problem gelöst (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

Adalbert Hanßen, (vor 1 Tag, 17 Stunden, 19 Min.) @ Adalbert Hanßen

Ich habe eine Kombination aus Lenkradschloß (aka Zündschloß) und Türschließzylinder samt Kraftübertragungswelle gekauft. So bekam ich zwei Schlösser und zwei neue Schlüssel, in die die ZV+WFS-Elektronik passen. Außerdem war noch ein dritter Schließzylinder dabei - Reserve?

Ich habe das Lenkrad- und den Türschließzylinder ausgetauscht (bei mir das einzige Schloß von außen, außer der Fernbedienung).

Ich habe die ZV+WFS-Elektronik samt Batterie in die neuen Schlüssel verpflanzt

Vor dem Tausch des Lenkradschlosses erst mal den Minuspol der Batterie abklemmen!

Um das Lenkradschloß stören einen dauernd Verkleidungsteile im Bereich des Cockpits, selbst wenn die Lenksäule in ihrer tiefsten Stellung steht. Beim Einsetzen des neuen Schlosses muß das Ende, das in den Lenkstock kommt, vor dem Eingang in den Lenkstock nach oben zeigen, damit den Zündungsstecker wieder einstecken und mit der roten Klammer arretieren läßt. Sonst kommt man nicht dran. Dann muß man den Sicherungsstift (gegenüber der Abreißschraube) eindrücken (das wiederum geht nicht in Schlüsselstellung "0" oder ganz ohne Schlüssel), um das Zündschloß in ganz seine Aufnahme zu bekommen. Wenn der Sicherungsstift in der Halterung eingerastet ist, kann man das Schloß wieder festschrauben.

Zur Vorbereitung der Arbeiten am Türschloßzylinder sollte man das Fenster der Fahrertüre öffnen, damit man sich nicht bei Schließversuchen versehentlich aussperrt! (Wenn man allerdings den Türgriff doch betätigt und dadurch aushängt, muß man die Innenverkleidung ausbauen und dabei muß das Fenster wieder in der obersten Stellung sein, sonst verdeckt es den Zugang zum "Außengriffmodul"!)

Um den Türschloßzylinder auszubauen, muß man eine Kappe etwas unter dem Schließzylinder aus der Türfalz entfernen. Dahinter kommt ein Torx-Schraubkopf zum Vorschein. Der treibt keine Schraube, sondern ein Schneckenwelle, die wiederum ein Verriegelungsbajonett, dessen Außenkontur wenigstens teilweise als Schneckenrad ausgebildet ist. Das Bajonett zieht den Stopfen mit dem Schließzylinder an das Blech der Fahrertüre - oder gibt ihn frei, wenn man den Torx-Kopf weit genug links herum dreht. Den ganzen Stopfen samt Schließzylinder und Schloßbetätigungsmimik, der in der Verlängerung des Türgriffs liegt, kann man dann aus der Türe herausziehen. Den Türgriff dabei nicht betätigen! Dieses Schneckengetriebe ist Teil eines Außengriffmoduls (engl.: exterior handle module). Dieses Teil sieht man erst, wenn man die Türe weiter auseinandernimmt: [image]
Die Türeverkleidung muß man zum Schließzylindertausch nicht öffnen, wenn man den Türgriff beim Ausbau nicht betätigt und dadurch etwas im Außengriffmodul ausklinkt!

Der neue Fahrertür-Schließzylinders wurde in einem Teil geliefert, an dem noch gelenkig und gefedert eine Betätigungswelle hängt, die in einen Mechanismus in der Türe eingreift.

Beim Einbau des Stopfens mit dem neuen Schließzylinder muß man auf die zwischen dem Stopfen und dem Türblech liegende Dichtung achten.

Am besten testet man die Schließung der Tür erst einmal "trocken", d.h. mit einem Durchtreiber o.ä. statt dem Verschlußteil der B-Säule! Wenn

  • sich die Türe mit dem Schlüssel verriegeln und wieder öffnen läßt,
  • auch mit dem Türöffner von innen und
  • auch mit der Fernbedienung am Schlüssel,

kann man es richtig mit der Türe probieren. Ich hatte versehentlich den Türgriff ohne steckenden Schließzylinder usw. betätigt und schließlich den ganzen Griff in der Hand: Dann konnte ich die Türe von außen nicht mehr öffnen, aber mit dem Hebel von innen. Das gab den (arbeitsintensiven) Anlaß, Euch auch die Aufnahme zu machen, die ich oben gezeigt habe.

Jucundi acti labores (Vollendete Arbeiten sind angenehm), sagte Seneca. Als alter Römer ist der aber nie Kangoo gefahren!

Übrigens habe ich bei https://pdfcoffee.com/qdownload/vnx-su-kangoo-2-brm-pdf-pdf-free.html ein englisches Karossereie-Handbuch gefunden, in dem dummerweise aber keine Teilenummern stehen.


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