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lange Zitate, lange Antwort ;-) (Plauderei)

tidi, (vor 3739 Tagen) @ ingolf

Hallo Ingolf,

vorweg: Du hast mir nicht den Tag versaut.
Ich freue mich, dass Du im Dialog bleibst und darum ging es mir.

Die Welt ist zu kompliziert für ausschließlich einfache Antworten und Lösungen.

Hallo Tim,
ich bin weder grundsätzlich unzufrieden noch irgendwie benachteiligt. Wen ich wählen soll ist mir schleierhaft denn eigentlich sind sie alle gleich. Solange sie ohne Verantwortung sind große Klappe und in der Verantwortung kleinste Schritte wenn es nicht mehr anders geht. Echter Plan: Fehlanzeige.

Hier war wohl ein großer Fehler, den Ursachen der Flüchtlingsbewegung keine Beachtung geschenkt zu haben.

Protestwahl? Zustimmung zum jetzigen Chaos? Mache mir in Angebot für meine Stimme.

Ich habe sie noch nie gewählt, aber die einzigen, die gegen Kriegseinsätze gestimmt haben waren die Linken. Ob ich sie wählen werde, weiß ich noch nicht, aber ich habe seit meiner Volljährigkeit keine Wahl verpasst.

Ich glaube, dass die Entfremdung von Politik und Bürgern ein großes Problem darstellt - man fühlt sich nicht mehr repräsentiert, man fühlt sich nicht mals mehr gehört oder wahrgenommen.


Fr Merkel möchte lieber Europa regieren, hier sind ihre Erfolge klein bzw gelingt es ihr nicht den Mindestlohn als ihr Werk darzustellen.
Flüchtlingskriese oder Bankenrettung? Auch egal, wird alles nacheinander bezahlt vom Geld unserer Kinder. Mir würde es schon reichen wenn der Investitionsrückstau von 400 Mio in meiner Gemeinde in Angriff genommen würde aber für die 125 Schulen dort sind 3 Mio dieses Jahr im Haushalt dort. Quelle: Haushalt Berlin bzw seiner Gemeinden

Berlin ist wohl eine besondere Stadt - viele wollen hin, aber "arm und sexy" reicht halt nicht aus, um sich wohlzufühlen. Ich habe meine Erfahrungen mit größeren Städten (z.B. wurde mir 2005 Vormittags um 9:30 Uhr in Köln Ehrenfeld die Scheibe eingeschlagen, weil die Halterung vom Navi an der Scheibe war). Das Auto stand eine halbe Stunde, bis der Anruf von der Polizei kam...
Ich bin bewusst in ein Dorf gezogen - man kennt sich, redet, feiert, trauert, lebt miteinander und meine Haustür hat außen eine Klinke. Leipzig ist eine halbe Stunde entfernt, Dresden eine dreiviertel und ich habe in der nächsten größeren Stadt Theater, modernes Kino, Schwimmbad, Einkaufsmöglichkeiten in 6 km Entfernung...
Ich kann mich also nicht beklagen und mache das auch nicht.

Meine Freunde und Familie sind in der ganzen Welt bzw. in NRW und auch ich habe das gemacht, was ich für selbstverständlich halte - ich habe mich integriert.
Ich weiß nicht, ob ein gesellschaftliches Miteinander in Großstädten überhaupt noch vorgesehen ist oder gelebt werden kann, oder ob es ein "nebeneinander her" der Individualisten ist. Ich bin froh, dass meine Tochter sich im Dorf frei bewegen kann, ohne dass ich sie ständig im Blick haben muss. In der Stadt geht das nicht (mehr).
Und wenn ich mir anschaue, für was für Absteigen in München oder Köln horrende Summen bezahlt werden, dann habe ich es für mich richtig gemacht mit großem Haus, Grundstück und Freiheit. Das Haus (ein 260 Jahre altes Pfarrhaus) habe ich saniert und könnte mir keinen schöneren Platz zum miteinander (!) Leben wünschen. Und ich muss hier niemanden beeindrucken - die Leute sind erdverbunden und interessieren sich nicht so für technisches Spielzeug, selbst Autos sind hier meist nur Mittel zum Zweck und nicht Statussymbol.

Ja, vom Geld unserer Kinder leben, das sehe ich auch so. Nachhaltigkeit ist meist ein begriffliches Sedativum für unser ökologisches Gewissen. Was hinzu kommt - unser Wohlstand entsteht auch zu Lasten der Armut der Menschen, zu denen das produzierende Gewerbe abgewandert ist und die sich ihren Lebtag die Konsumgüter nicht leisten können, die sie herstellen müssen, um überhaupt zu überleben. Wenn sich nach oder neben den Kriegsflüchtlingen die Umweltflüchtlinge auf den Weg machen, werden wir uns noch wundern.

Sicher ist es humanitär gesehen richtig alle Kriegsflüchtlinge zu retten. Aber dann doch bitte nach fairen Regeln und ehrlich. Ehrlich allen gegenüber also den Flüchtlingen gegenüber auch denen, die schon da sind. Klare Ansagen und nicht Hoffnungen wecken und allen nach dem Munde reden.

Wo hast Du denn für diese Behauptungen Quellen bzw. wer sagt denn sowas?
Jeder Mensch hat seine Lebenszeit und Kraft und wenn Menschen hier leben, sollen sie hier an der Gesellschaft partizipieren (sich integrieren) und auch für ihren Lebensunterhalt aufkommen, wenn sie dazu in der Lage sind.
Vom Ausspielen der Schwachen gegen die Schwachen halte ich nichts.


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